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In der Schweiz gab es im Jahr 2017 insgesamt 51 620 Landwirtschaftsbetriebe. Dies sind 643 weniger als im Vorjahr (-1,2%).


Entwicklung der Anzahl Betriebe nach Grössenklassen

GrössenklasseAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeVeränderung pro Jahr in %Veränderung in %
 2000201620172000 – 20172016 – 2017
0 – 3 ha8 3715 4515 440-2,5-0,2
3 – 10 ha18 5429 7179 511-3,9-2,1
10 – 20 ha24 98415 72415 324-2,8-2,5
20 – 30 ha11 67410 88410 725-0,5-1,5
30 – 50 ha5 7597 8077 8701,90,8
> 50 ha1 2072 6802 75052,6
Total70 53752 26351 620-1,8-1,2

Quelle: BFS 


In den ersten 17 Jahren des Jahrtausends ging die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe insgesamt um 18 917 Einheiten oder jährlich 1,8 % zurück. Den grössten absoluten Rückgang in dieser Zeitspanne verzeichneten die Betriebe der Grössenklassen 10 – 20 Hektaren. Zugenommen hat hingegen die Zahl der Betriebe ab einer Grösse von 30 Hektaren. 
 

Entwicklung der Anzahl von Frauen geleiteten Betriebe nach Grössenklassen

GrössenklasseAnzahl von Frauen geleitete BetriebeAnzahl von Frauen geleitete BetriebeAnzahl von Frauen geleitete BetriebeVeränderung pro Jahr in %Veränderung pro Jahr in %
 2000201620172000 – 20172016 – 2017
0 – 3 ha654597645-0,18
3 – 10 ha1 1161 0431 081-0,23,6
10 – 20 ha4188148524,34,7
20 – 30 ha953243287,61,2
30 – 50 ha521701857,88,8
> 50 ha1134428,224
Total2 3462 9823 1331,75,1

Quelle: BFS 


Im Berichtsjahr wurden 3133 Betriebe oder 6,1 % aller Betriebe von einer Frau geleitet. Die Zahl der von Frauen geführten Landwirtschaftsbetriebe nahm zwischen 2000 und 2017 um 787 Einheiten oder 1,7 % pro Jahr zu.

Die von Frauen geführten Betriebe sind in den Grössenklassen bis 10 Hektaren im Verhältnis zur Gesamtheit der Betriebe übervertreten, in den Grössenklassen ab 10 Hektaren ist der Anteil entsprechend unterdurchschnittlich. Dies bedeutet, dass die von Frauen geführten Betriebe durchschnittlich kleiner sind als die Gesamtheit der Betriebe. Allerdings ist auch bei den von Frauen geführten Betrieben eine deutliche Bewegung hin zu den Grössenklassen mit mehr Fläche zu beobachten.
 

Entwicklung der Anzahl Betriebe nach Regionen

RegionAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeVeränderung pro Jahr in %Veränderung pro Jahr in %
 2000201620172000 – 20172016 – 2017
Talregion31 61223 23022 940-1,9-1,2
Hügelregion18 95714 50814 377-1,6-0,9
Bergregion19 96814 52514 303-1,9-1,5
Total70 53752 26351 620-1,8-1,2

Quelle: BFS 


In den einzelnen Regionen war die Abnahmerate pro Jahr zwischen 2000 und 2017 in der Bergregion und in der Talregion mit 1,9 % höher als in der Hügelregion mit 1,6. Im Berichtsjahr war sie in der Bergregion mit 1,5 % am höchsten.
 

Entwicklung der Anzahl von Frauen geleiteten Betriebe nach Regionen

RegionAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeVeränderung pro Jahr in %Veränderung pro Jahr in %
 2000201620172000 – 20172016 – 2017
Talregion9241 2101 30427,8
Hügelregion5807828302,16,1
Bergregion84299099910,9
Total2 3462 9823 1331,75,1

Quelle: BFS 


Die Verteilung der von Frauen geführten Betriebe nach Region entsprach 2017 weitgehend der Verteilung aller Betriebe. In der Tal- und in der Hügelregion ist der Anteil etwas tiefer als beim Total der Betriebe (42 % zu 44 % und 26 % zu 28 %) und in der Bergregion ist der Anteil mit 32 % zu 28 % etwas höher.
 

Entwicklung der Anzahl Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe nach Regionen

MerkmalAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeVeränderung pro Jahr in %Veränderung pro Jahr in %
 2000201620172000 – 20172016 – 2017
Haupterwerbsbetriebe     
Talregion23 53617 30016 970-1,9-1,9
Hügelregion13 79310 27110 138-1,8-1,3
Bergregion11 9109 7549 608-1,3-1,5
Total49 23937 32536 716-1,7-1,6
Nebenerwerbsbetriebe     
Talregion8 0765 9305 970-1,80,7
Hügelregion5 1644 2374 239-1,20
Bergregion8 0584 7714 695-3,1-1,6
Total21 29814 93814 904-2,1-0,2

Quelle: BFS 


Die Abnahmerate war bei den Haupterwerbsbetrieben zwischen 2000 und 2017 mit 1,7 % pro Jahr insgesamt etwas tiefer als bei den Nebenerwerbsbetrieben mit 2,1 % pro Jahr. Grössere Differenzen zeigen sich zwischen den Regionen. Bei den Haupterwerbsbetrieben waren die Abnahmeraten mit 1,9 % bzw. 1,8 % in der Tal- und Hügelregion höher als in der Bergregion mit 1,3 %. Anders präsentiert sich das Bild bei den Nebenerwerbsbetrieben. Dort ist die Abnahmerate in der Bergregion mit 3,1 % mit Abstand am höchsten, gefolgt von der Talregion mit 1,8 % und der Hügelregion mit 1,2 %. Zwischen 2016 und 2017 war die Abnahmerate bei den Haupterwerbsbetrieben in der Talregion mit 1,9 % sowie bei den Nebenerwerbsbetrieben in der Bergregion mit 1,6 % deutlich am höchsten.
 

Entwicklung der Anzahl von Frauen geleiteten Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe nach Regionen

MerkmalAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeAnzahl BetriebeVeränderung pro Jahr in %Veränderung pro Jahr in %
 2000201620172000 – 20172016 – 2017
Haupterwerbsbetriebe     
Talregion3316647154,67,7
Hügelregion1753713864,84
Bergregion2114254194,1-1,4
Total7171 4601 5204,54,1
Nebenerwerbsbetriebe     
Talregion59354658907,9
Hügelregion4054114440,58
Bergregion631565580-0,52,7
Total1 6291 5221 613-0,16

Quelle: BFS 


Bei den von Frauen geführten Betrieben ist die Verteilung der Haupt- und Nebenerwerbsbetriebe anders als bei allen Betrieben. Während bei Letzteren über 71 % der Betriebe im Haupterwerb geführt werden, ist es bei den von Frauen geführten Betrieben nur knapp die Hälfte. Allerdings hat sich dieses Verhältnis zwischen 2000 und 2016 klar zugunsten der Haupterwerbsbetriebe verschoben. Die von Frauen im Nebenerwerb geführten Betrieben haben auch zwischen 2016 und 2017 in den drei Regionen wieder zugenommen.

Mauro Ryser, BLW, Fachbereich Agrarpolitik, mauro.ryser@blw.admin.ch

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