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Die Bäuerinnen und Bauern hielten im Berichtsjahr rund 1,54 Millionen Stück Rindvieh. Der Bestand an Kühen (Milch- und Mutterkühe) verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um etwa 4000 Stück.

Der Schweinebestand reduzierte sich gegenüber 2016 um knapp 4,5 % auf 1,44 Millionen Tiere.

Dank der anhaltend freundlichen Lage auf dem Geflügelfleisch- und Eiermarkt und der weiterhin steigenden Nachfrage nach Schweizer Geflügelfleisch und Schweizer Eiern stieg der gesamte Geflügelbestand mit 11,41 Millionen Tieren im Berichtsjahr wiederum an.

Die Produktion aller Fleischarten hat im Berichtsjahr – nach einer Zunahme im Vorjahr – um gut 3100 Tonnen auf 344 893 Tonnen Verkaufsgewicht abgenommen. Die Geflügelfleischproduktion (ca. +250 t) konnte wiederum leicht zulegen, die Schweinefleischproduktion verzeichnete kaum Änderungen, dafür wurden gut 2000 Tonnen weniger Rindfleisch produziert. Eine Abnahme in der Produktion wurde beim Kalbfleisch (-5 %) sowie Pferdefleisch (-15 %) verzeichnet, wogegen das Schaffleisch kaum Änderungen erfuhr. Die Produktion von Ziegenfleisch stieg im Jahr 2017 leicht um 2 % an.

Der Inlandanteil von verkaufsfertigem Rindfleisch (Grossvieh) reduzierte sich im Jahr 2017 um 1,3 % auf 80,9 %. Es gab in der Kategorie Kühe mit 154 713 geschlachteten Kühen wiederum eine Abnahme zum Vorjahr, im Gegensatz zum Vorjahr reduzierte sich aber das Schlachtgewicht im gleichen prozentualen Ausmass wie die Tiere auf 46 783 Tonnen. Weil verschiedene Betriebe die Milchproduktion einstellten und ganze Bestände aufgelöst wurden, war der Markt weiterhin mit Verarbeitungstieren unterversorgt.
Die Produktion von Bankvieh nahm leicht ab (Stiere, Rinder und Ochsen).

Beim Schweinefleisch war der Markt im Jahr 2017 ab dem zweiten Quartal auch wegen des schönen Sommerwetters recht ausgeglichen, ab August nahmen das Angebot wie auch die Schlachtgewichte zu; dadurch geriet der Markt aus dem Gleichgewicht.
Der Inlandanteil Schweinefleisch nahm leicht auf 96,2 % zu.

Die anhaltend wachsende Nachfrage nach Geflügelfleisch führte zu einer weiteren (aber nur leichten) Ausdehnung der inländischen Produktion auf knapp 58 500 Tonnen Verkaufsgewicht. Mit 57,9 % konnte im Jahr 2017 der Inlandanteil wiederum gesteigert werden.

Die Produktion von Lammfleisch blieb im Berichtsjahr mit etwa 5000 Tonnen Schlachtgewicht stabil, der Inlandanteil erhöhte sich leicht auf 37,9 %.

Die Kalbfleischproduktion musste im Jahr 2017 mit 27 090 Tonnen (-1490 t) erneut eine Einbusse hinnehmen. Ein Grund für den Rückgang beim Kalbfleisch ist der vermehrte Einsatz von Fleischrassenstieren und dadurch ein vermehrter Einsatz der Tränkekälber in der Grossviehmast. Weiter ist der Kalbfleischkonsum erneut rückläufig und beträgt noch 2,56 kg pro Kopf und Jahr (-5,5 %).

Die Eierproduktion stieg im Jahr 2017 auf 923 Millionen Stück (+1,8 %) an. Die inländischen Eier konnten gut verkauft werden, was eher einer Zunahme der Wohnbevölkerung als einem steigenden pro-Kopf-Konsum (176,9 Stück Eier, davon 108,1 CH-Eier) zuzuschreiben ist. Der Anteil Schweizer Eier an den verkauften Konsumeiern erhöhte sich wiederum leicht auf 78,6 %. Berücksichtigt man die Eiprodukte in der Verbrauchsstatistik, so produzierten die inländischen Legehennen gut 61 % der konsumierten Eier und Eiprodukte.

Hans Ulrich Leuenberger, BLW, Fachbereich Tierische Produkte und Tierzucht, hansulrich.leuenberger@blw.admin.ch 

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